Guben

In der deutsch-polnischen Grenzstadt Guben griffen in der Nacht zum 3. Oktober 1990 kurz nach Mitternacht ca. 80 Neonazis und Rechte ein Wohnheim mosambikanischer Vertragsarbeiter:innen an…

Guben

In der deutsch-polnischen Grenzstadt Guben griffen in der Nacht zum 3. Oktober 1990 kurz nach Mitternacht ca. 80 Neonazis und Rechte ein Wohnheim mosambikanischer Vertragsarbeiter:innen an.

Die Angreifer:innen warfen die Fenster ein, schwenkten Hakenkreuzfahnen und riefen neonazistische Parolen. Außerdem warfen sie mehrere Autos um, u.a. einen polnischen Kleinbus, der anschließend ausbrannte.1„Lokale Ausschreitungen“, in: Lausitzer Rundschau, Nr. 232, 4.10.1990, S. 2; „Ausschreitungen in Guben und Hoyerswerda“, in: Tagesspiegel, 4.10.1990.

Laut Presseangaben hat die Polizei nach Eintreffen eine Schutzkette um das Heim gezogen, und gegen 2:30 Uhr sei „die Ordnung wiederhergestellt“ gewesen. Ob die Polizei dazu aktiv eingriff, ist nicht zu rekonstruieren. Jedenfalls habe es keine Festnahmen gegeben.2„Ausschreitungen in Guben und Hoyerswerda“, in: Tagesspiegel, 4.10.1990.

Der Bericht über den Angriff zwei Tage später in der Lausitzer Rundschau.3Lausitzer Rundschau, Nr. 232, 4.10.1990, S. 2.
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